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Edelsittich-Mutationen
Edelsittich-Mutationen

Primäre Mutationen

  1. Blau (Rezessiv)
  2. Türkis (Rezessiv, Allele von Blau)
  3. Indigo (Rezessiv, Allele von Blau)
  4. Saphir (Rezessiv, Allele von Blau)
  5. Aqua (Rezessiv, Allele von Blau)
  6. NSL Lutino (Rezessiv)
  7. Falbe (Rezessiv)
  8. Bleichkopf Falbe (Rezessiv)
  9. Bronze Falbe (Rezessiv, Allele von Rezessiv Lutino)
  10. Bleichschwanz (Rezessiv)
  11. S.A. Schecke (Rezessiv)
  12. Übergossen (Rezessiv)
  13. Gesäumt (Rezessiv)
  14. Graugrün (Dominant)
  15. Europäisch Dunkelgrün (Unvollständig Dominant)
  16. S.A. Dunkelgrün (Unvollständig Dominant)
  17. Grünviolett (Unvollständig Dominant)
  18. Misty (Unvollständig Dominant)
  19. Khaki (Unvollständig Dominant)
  20. Dominanter Schecke (Unvollständig Dominant)
  21. SL Lutino (Geschlechtsgebunden)
  22. Pallid (Geschlechtsgebunden, Allele von SL Lutino)
  23. Platinum (Geschlechtsgebunden, Allele von SL Lutino)
  24. Opalin (Geschlechtsgebunden)
  25. Zimt (Geschlechtsgebunden)
  26. SL Dominant Gesäumt (Geschlechtsgebunden-Unvollständig Dominant)

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sollte jemand eine Primär-Mutation kennen, die hier nicht aufgeführt ist, wäre es nett, mir diese an meine Mail-Adresse bekanntzugeben; vielleicht mit Bild?

 

Ich möchte hier nicht die Verpaarungsergebnisse auflisten. Wer sich dafür interessiert, schaut sich bitte die Seite von Lothar Göhre (www.edelsittich-freunde.de) an. Er hat die Ergebnisse der einzelnen Verpaarungen sehr übersichtlich verewigt; für diese Arbeit meinen Respekt!!!

 

KOMBINATIONSFARBEN:

Jeder Züchter sollte sich, bevor er damit startet, sehr intensive Gedanken machen, welche Primären Mutationen er miteinander kombiniert, z.B. über die Optik der neuen Farbe, über die Dauer, diese Kombi zu erreichen, über weitere Möglichkeiten, die die neue Farbe bietet, usw.

 

Hier nur einige Anhaltspunkte:

Unvollständig Dominant x Unvollständig Dominant  =  sehr schnell gute Chance auf neue Farbe

Geschlechtsgebunden     x Dominant oder Unvollständig Dominant  =  dito.

Geschlechtsgebunden     x Rezessiv  =  nicht so schnell aber gute Chance auf neue Farbe

Rezessiv x Dominant oder Unvollständig Dominant  =  dito.

Rezessiv x Rezessiv  = keine gute Chance auf neue Farbe

Geschlechtsgebunden x Geschlechtsgebunden  =  nicht so einfach. Hierbei muss ein Crossing-Over stattfinden. Die Quoten des Crossing-Over sind sehr unterschiedlich, z.B. bei Lutino x Zimt ca. 3%!

 

Eine sehr sorgfältige und gewissenhafte Zuchtbuchführung und das genaue Beobachten der Zuchtergebnisse ist sehr sehr wichtig. Darüber muss sich jeder Züchter von Kombinationsfarben im Klaren sein.  Auch sollte man seine Grauen Zellen anstrengen. Wenn man Merkwürdigkeiten sieht, die man sich nicht erklären kann, sollte man sich nicht scheuen, andere Züchter um Rat zu fragen und diesen auch an nehmen.

 

Es gibt übrigens Züchter, die über 20 Jahre lang eine Mutation gezüchtet haben und nicht wussten, wie diese vererbt!

 

Es würde sicher den Rahmen einer HP sprengen, hier nun die einzelnen Kombinationsmöglichkeiten mit Ergebnissen zu listen. Auch hier wieder der Hinweis auf Herrn Göhre's HP.

 

Ich möchte hier nur auf eine Besonderheit eingehen, den sogenannten ZIMTGELBKOPF, neue Bezeichnung = Pallidino.

Ich möchte hier etwas über die Geschichte dieser Farbe kund tun und hoffe, dass ich damit etwas Licht in das seit über 20 Jahren herrschende Dunkel bringen kann.

 

Ende der 80er kamen die ersten Lacewing von Niederlande nach Deutschland. Fast jeder Züchter war begeistert. Kurze Zeit später erfolgte die Mitteilung seitens der Niederländer, dass diese Mutation dominant über die Lutinos vererben würde. Dies ließ den Schluß zu, dass man über die Verpaarung LUTINO x LACEWING sehr schnell voran kommen würde. Also wurde diese Verpaarung von den meisten Züchtern, auch in Niederlande, gewählt.

Und siehe da, man zog Lutino-Hennen und "Lacewing"-Hähne, die natürlich etwas heller waren als die Lacewing-Hennen, die man ursprünglich hatte. Aber das war ja kein Problem, Hauptsache, man hatte "Lacewing"-Hähne, die einem zu dieser Zeit "aus der Hand gerissen" wurden. Unsere Freunde aus den Niederlanden waren uns, wie immer, einige Zeit voraus, und daher wussten sie, dass aus diesen "Lacewing"-Hähnen Lutino-Weibchen fielen. Sie verkauften trotzdem diese "Lacewing-Lutino"-Hähne als reine Lacewing vorwiegend nach Deutschland. Die Deutschen Züchter fanden dies erst später heraus.

Ein neuer Name für diese Vögel war auch schnell gefunden: ZIMTGELBKOPF, obwohl diese Vögel mit Zimt überhaupt nichts zu tun hatten. Wahrscheinlich wurde dieser Name von unseren westlichen Nachbarn kreiert, weil diese Vögel etwas heller waren.

Als Zuchtpartnerinnen für diese Hähne wurden in den Niederlanden immer rotäugige Hennen aus erkoren. Damit waren die Nachzuchten eindeutig und leicht zu erkennen, da nur rotäugige Junge geschlüpft sind, also Lutinos, Lacewing und "Zimtgelbköpfe".

 

Einige Deutsche Züchter hatten aber schwarzäugige Hennen dazu gesetzt, um z.B. Blaue und Graue Lacewing, die es in Niederlande natürlich schon in guter Qualität gab, zu ziehen.

 

                   "Zimtgelbkopf"/blau   x   Grau

 

Nun hatten diese folgende Zuchtergebnisse:

 

Weibchen:  Lutino/blau, Albino, Lacewing/blau, Blaue Lacewing,

                    Lutino-Graugrün/blau, Albino-Grau, Graugrüne Lacewing/blau, Graue Lacewing.

 

Na ja, nicht ganz das Ergebnis, das erwartet wurde, aber immerhin waren die Vögel in ihren Farben zu erkennen, wenn man unberücksichtigt läßt, dass Lutino-Graugrün und Albino-Grau sehr schwierig als solche zu erkennen sind.

 

Das richtige Problem stellten die Hähne dar: Grün/blau, Graugrün/blau, Blau und Grau; und alle diese Hähne sind zusätzlich spalt in Lacewing, dachten die Züchter, doch weit daneben, denn: diese Hähne konnten genau so gut spalt in Lutino sein.

Da solche Hähne natürlich als spalt in Lacewing verkauft wurden, gab es unter Züchtern teilweise großen Ärger, da keine Lacewing sondern Lutinos bzw. Albinos gezogen wurden. Doch die Verkäufer wußten es nicht besser; sie waren selbst der Meinung, dass die von ihnen verkauften Hähne spalt in Lacewing seien.

 

Selbstverständlich gibt es solche Verpaarungen auch noch heute.

 

FAZIT: Hähne, die aus solchen Verpaarungen gezogen werden, dürfen niemals als spalt in Lacewing bzw. Pallid verkauft werden.

Außerdem gibt es keine Pallid, die spalt in Ino und auch keine Inos, die spalt in Pallid sind!

 

 

Aus diesen Primären Mutationen wurde weltweit eine Vielzahl an Kombinationsfarben gezüchtet. Eine kleine Auswahl davon können Sie hier sehen.

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© Benno Baumgärtner